Ungarn nahm einen neuen Sitz in der bayerischen Landeshauptstadt ein. Das imposante Villagebäude am Isarufer, direkt an Münchens Lebensader, ist ein Symbol für die außerordentliche Bedeutung, die Ungarn der Beziehung zu Bayern beimisst. 

Das Eröffnungsfest fand am 21. September 2018 statt. Ehrengäste der Zeremonie waren Péter Szijjártó, Minister für Auswärtiges und Außenhandel von Ungarn und Herr Georg Eisenreich, bayerischer Staatsminister für Digitales, Medien und Europa.

Herr Generalkonsul Gábor Tordai-Lejkó dankte für die Verwirklichung seines Traumes Herrn Ministerpräsidenten Viktor Orbán, Herrn Minister für Auswärtiges und Außenhandel Péter Szijjártó. In seiner Begrüßung untertrich er, dass der Ankauf dieses prachtvollen Gebäudes im Herzen von München eine Bekräftigung der historisch verankerten Freundschaft zwischen Ungarn und Bayern ist. Diese Freundschaft ist wirklich besonders, weil sie nicht nur auf gemeinsamen Werten und Interessen im Bereich Politik, Wirtschaft und Kultur ruht, sondern weil ihre Intensität im Laufe des vergangenen Jahrtausends nicht am geringsten nachließ.

Dr. Péter Györkös bemerkte in seiner Rede: nach Berlin wurde endlich auch in München ein Tempel für die bilateralen Beziehungen gestellt.  Er spach über das neue Kapitel des historischen Bundes zwischen Ungarn und Deutschland, das nach der Wende eröffnet wurde, und wies darauf hin, dass die Wiedervereinugung Deutschlands damals unter den Ungarn in einem größeren Maße als unter den Deutschen unterstützt war.  Der Botschafter machte seine Münchner Kollegen darauf aufmerksam, dass sie auf die Freundschaft der Bayern immer rechnen konnten.

Péter Szijjártó würdigte die Ergebnisse der bayerisch-ungarischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Er hob hervor: AUDI widmete vor 25 Jahren unter den ersten Ungarn Vertrauen. Sein Beispiel wird jetzt von BMW durch den in Ost-Ungarn zu errichtenden Standort gefolgt. Ungarn ist heute mit seinen herausragenden Wirtschaftsindikatoren nicht der Ursprung des Problems in Europas Wirtschaft, viel mehr der Motor der Entwicklung. Die Ungarn sehen die Bayern nicht nur als Wirtschaftspartner sondern auch als politische Verbündete an: „keiner unter uns mag die politische Korrektheit und die Heuchelei, wir stehen viel mehr auf die ehrliche Rede.” – sagte der Minister.

Georg Eisenreich lobte die äußerst intensive Tätigkeit des Generalkonsuls Gábor Tordai-Lejkó und seiner Mitarbeiter, mit der sie das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben in Bayern bereichern. Er griff auf die Schnittstellen der bayerischen und ungarischen Geschichte zurück, und stellte fest: „in Europa sind wir Partner voneinander”. Möge es auch Differenzen bei einzelnen Angelegenheiten geben, ist es wichtig, dass man Verständnis füreinander hat, und im Gespräch bleibt.  Er folge in Sachen der Beziehungen zu den ostmittel-europäischen Ländern, so auch Ungarn, dem Bespiel des Altkanzlers Helmut Kohl, der diese Staaten als Partner auf Augenhöhe zu behandeln wusste. Es ist wichtig, dass man in Europa Verbündete voneinander bleibt, denn nur so kann sich Europa in der Welt behaupten. Der Minister erklärte: in der EU glaube er nicht an die Spaltung zwischen Osrt und West, zwischen Guten und Schlechten, an die Politik der Belehrung.