Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 16. April, jedes Jahr wird am ungarischen Holocaust-Gedenktag erinnert. An diesem Tag im Jahre 1944 wurde das erste jüdische Ghetto in Ungarn gegründet.

Im Mai 1944 begannen die Deportationen der ungarischen Juden nach Auschwitz-Birkenau. Etwa 424.000 Juden wurden innerhalb von 56 Tagen deportiert. Insgesamt wurden etwa 565.000 ungarische Juden ermordet.

Allein in das Lagernetz des Konzentrationslager Dachau wurden über 21.000 Menschen aus Ungarn verschleppt, bis zur Befreiung des Lagers 29 April 1945 starben 5500 Ungarn im Lagerkomplex. Mehrheitlich handelte es sich um Juden, die als Opfer der antisemitischen Vernichtungspolitik verhaftet und schließlich in die beiden großen Außenlager-Komplexe Kaufering und Mühldorf deportiert worden waren. Unter den ungarischen Konzentrationslager-Häftlingen befanden sich aber auch etwa 4.000 politische Gefangene und über 1.000 Roma.

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Die würdige Erinnerung an alle ungarischen Opfer war und ist der Regierung von Ungarn ein großes Anliegen. Die Einführung dieses Gedenktages geht auf die Initiative der Partei FIDESZ im Jahre 2000 zurück, und es wurde beschlossen, den 16. April zum Ungarischen Holocaust-Gedenktag zu erklären. Seit 2001 erinnern wir gemeinsam an diesem Tag an das grausame Holocaust Ereignisse.

Der Akt des Gedenkens ist ein wichtiges Mittel, um zukünftige Generationen vor den tragischen Folgen des Verlusts ihrer Freiheit der totalitären Staatsgewalt, vor der dunkelsten Zeit der Geschichte zu warnen.

Man soll aus der Vergangenheit lernen, und Kraft aus dem Beispiel derer zu schöpfen, die Leben gerettet haben, dass es NIE wiederholt werden dürfte.

Die Zero Toleranz gegen Antisemitismus in Ungarn ist nicht nur ein bindender Regierungsbefehl, sondern eine gesellschaftliche Realität. Die ungarische Regierung schützt mit allen Mitteln die jüdische Gemeinschaft, die Menschenwürde, sowie die Religionsfreiheit.

Die ungarische Regierung ist stolz darauf, dass unsere jüdischen Landsleute in der Lage sind, in einer sicheren Umgebung in Ungarn zu leben und kulturell erfolgreich zu sein, während sie ihr religiöses Leben führen.

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Unser Bekenntnis – Nie wieder – können wir nur erfüllen, wenn wir die Erinnerung an die Verbrechen lebendig halten.

Zu Ehren der Opfer würdigt das Generalkonsulat von Ungarn den ungarischen Holocaust-Gedenktag.

 

Gábor Tordai-Lejkó

Generalkonsul