Sommerfest im Generalkonsulat 2022

Das Generalkonsulat von Ungarn in Bayern gedachte des 100jahrigen Bestehens der konsularischen Beziehungen zwischen Ungarn und Bayern aus Anlass seines traditionellen Sommerfestes. Generalkonsul Gábor Tordai-Lejkó betonte in seinem Grußwort, dass Ungarns konsularische Vertretung in München damit zu den ältesten gehört. In der Zwischenkriegszeit lebten in München, ähnlich wie heute, viele Ungarn, die mit der Förderung des Generalkonsulats ein reges öffentliches und Sozialleben führten. Die nach dem zweiten Weltkrieg zwischen den zwei Staaten abgebrochenen diplomatischen Beziehungen wurden nach der Wende widerhergestellt, so wurde das Münchner Generalkonsulat 1991 wiedereröffnet. Es bezog sein hiesiges, übrigens ebenfalls hundertjähriges Domizil 2018, das 2020 um ein vom Honorarkonsul von Nürnberg geleitetes konsularisches Büro in Nürnberg ergänzt wurde. Das ausschließlich für das Bundesland Bayern zuständige Generalkonsulat mit seinen 31 Mitarbeitern, darunter 11 Diplomaten, gehört zu den größten Vertretungen in München. Das ist kein Zufall, denn Bayern ist sowohl aus politischer, wirtschaftlicher, als auch aus Sicht der großen Anzahl der hier lebenden Ungarn ein äußerst wichtiger Standort für Ungarn. Der Generalkonsul brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass auf die tausendjährige Freundschaft zwischen Ungarn und Bayern, die seit der Ehe zwischen dem ersten ungarischen König, Stephan dem Heiligen und seiner Gemahlin, der Seligen Gisela aus Bayern besteht, und auf die 100jährigen konsularischen Beziehungen weitere lange Jahre für beide Parteien vorteilhafter, fruchtbringender Kooperation auf Augenhöhe folgen. Karl Freller, (CSU) Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Ehrengast der Veranstaltung dankte für die Gastfreundschaft auf ungarische Art und würdigte Ungarns Engagement bei der Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge. Wie bekannt, trafen bis jetzt in Ungarn mit 10 Millionen Einwohnern 830 Tausend Schutzsuchende ein, die vom seit bereits 4 Monaten bestehenden Krieg in seinem Nachbarland flüchteten. Karl Freller hob Ungarns Anstrengungen im Dienste des europäischen Zusammenhaltes hervor. Es setzte sich dafür bereits 1989 mit der Grenzöffnung ein und trug damit wesentlich zur Wiederherstellung der Deutschen und Europäischen Einheit bei.

An der Veranstaltung nahmen zweihundert Gäste teil: Landtagsabgeordnete verschiedener Parteien, Landräte, Vertreter des Bayerischen Konsularkorps, der Verwaltung, der Kirche, der Wirtschaft und der Medien sowie Repräsentanten ungarischer oder ungarisch-bayerischer Vereine.