Historische Soirée am Generalkonsulat von Ungarn in Bayern

Ungarische Maler in München

28. April 2022

 

An der Akademie der Bildenden Künste München studierten von 1824 bis 1943 rund 400 Künstler aus Ungarn, die später die bedeutendsten ungarischen Künstler ihrer Zeit wurden. Mehrere unter ihnen bildeten auch als ordentliche Professoren die zukünftigen Malergenerationen in München aus. Der Meister vieler unter ihnen war der Akademiedirektor Carl Theodor von Piloty (1826-1886), bayerischer Vertreter der Historienmalerei. In dieser Kunstgattung wurden überwältigende, dramatische Szenen von bedeutenden Momenten der nationalen Geschichte abgebildet und dadurch der Patriotismus im 19. Jahrhundert, zur Zeit der Entstehung der Nationalstaaten in Europa bildlich thematisiert. In den späteren Jahrzehnten distanzierten sich die Maler von dieser Gattung, und wurden Vertreter des Impressionismus, Realismus und Naturalismus.

 

Unsere Referenten

Dr. Alice Arnold-Becker ist seit 2007 Leiterin des Museums im Wittelsbacher Schloss Friedberg. Sie studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Klassische Archäologie in München und Paris und wurde über die Wandbilder in Schloss Hohenschwangau promoviert.  Von Oktober 2001 bis April 2004 konnte sie im Rahmen eines Aufbaustudiengangs der LMU München an einer Ausstellung in der Neuen Pinakothek über „Piloty und die Historienmalerei“ mitarbeiten und im Anschluss daran eine Lenbach-Ausstellung kuratieren. 2004 bis 2006, war sie Volontärin und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei den Staatlichen Museen zu Berlin an der Neuen Nationalgalerie. Später hat sie zahlreiche Sonderausstellungen in Friedberg kuratiert von der Antike bis zur Gegenwart (zuletzt „Augenblicke. Zeit in der Kunst“, 20. November 2021 bis 20. Februar 2022).

 

Dr. Orsolya Hessky ist Hauptmuseologin der Ungarischen Nationalgalerie. Sie studierte Kunstgeschichte und Germanistik an der ELTE Budapest. Seit 1990 arbeitet sie in der grafischen Sammlung der Ungarischen Nationalgalerie, zur Zeit als Leiterin der Abteilung. Sie promovierte 2016. Ihr Forschungsgebiet ist die ungarische Kunst des 19. Jahrhunderts, mit besonderer Rücksicht auf die deutsch-ungarischen Beziehungen, bzw. Geschichte der ungarischen Grafik. Sie war Kuratorin mehrerer großen Ausstellungen der Ungarischen Nationalgalerie, letztlich die der Pál-Szinyei-Merse-Ausstellung im Jahr 2021.

Anmeldung bis zum 27. April unter einladung-muenchen@mfa.gov.hu nötig.

Nach Ihrer Anmeldung werden Sie einen Link in einer E-Mail von uns erhalten, über den Sie an unser Online-Event gelangen können.

Weitere Informationen über das Thema und die Referenten können Sie dem beigelegten Infoblatt entnehmen.  

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!