Im Rahmen des Festprogramms des Ungarischen Kulturvereins Nürnberg stellten sich die Gruppen des Vereins vor: vom Wiegenkreis (Ringató) bis hin zum Seniorenclub, von der Tanzgruppe bis hin zum Zitherkreis.

Generalkonsul Gábor Tordai-Lejkó zeigte sich in seiner Rede erfreut, durch diese Feier die grenzüberschreitende zusammenhaltende Kraft der ungarischen Gemeinschaft erleben zu können.  Heute, zur Zeit eines Europas ohne Grenzen kann man frei reisen, studieren, arbeiten – sagte er –, es ist aber wichtig, dass wir dabei Ungarn bleiben: unsere Sprache, unsere Kultur, unsere persönlichen Beziehungen bewahren und unsere Verbindung zur Heimat aufrecht erhalten.

Der Generalkonsul überreichte Lajos Rozmán das Goldene Verdienstkreuz im Kreise von 150 Feiernden, „Für sein jahrzehntenlanges, erfolgreiches, selbstloses Werk für die Ungarn in der Diaspora, für die Pflege der deutsch-ungarischen Beziehungen, für die Verbreitung der ungarischen Kultur in Deutschland.” Lajos Rozmán war zwischen 1972 und 2017 für 45 Jahre Präsident des Ungarischen Kulturvereins Nürnberg.

 

An der Gedenkfeier der Ungarischen Katholischen Gemeinde München riefen Kinder und Jugendliche in ungarischer Tracht die Ereignisse der Revolution vor 170 Jahren wach. Die ungefähr 150 Personen des Publikums sangen Lieder über den 15. März unter Leitung des Chors „Durmolók”.

Generalkonsul Gábor Tordai-Lejkó betonte in seinen feierlichen Grußworten: wie die Märzjugend im Jahre 1848, wir Ungarn glauben auch heute hartnäckig an die Idee und Kraft der Heimat, der Nation. Im Gegensatz zu mehreren westeuropäischen politischen Strömungen, die sich als postnational und postchristlich definieren, sind wir der Überzeugung, dass wir, Ungarn nicht ohne den Glauben an die Gemeinschaft und an den Zusammenhalt der Ungarn bzw. ohne zu ihrer Grundlage dienenden Christentum erhalten bleiben können. In dieser Hinsicht gehen wir den Weg des Heiligen Stephans.

Im Rahmen des Programms aus Anlass des Nationalfeiertages der Evangelisch.-Reformierten Kirchengemeinde Ungarischer Sprache München waren neben dem Gesang und Rezitationen der engagierten Mitglieder der Gemeinde das Klavierspiel von Fruzsina Lugosi und die Tanz- und Gesangproduktion der Tanzgruppe Regös zu hören und sehen.  Schauspielerin Krisztina Tarjányi trug das großartige „Liebesgedicht” über unsere Muttersprache von István Ferenczes vor.

Der Festgast der Feier war Gergely Prőhle, ehemaliger Botschafter in Berlin und Bern, Direktor des Literaturmuseums Petőfi. In seiner Festrede rief er mit den elegischen Versen von Berzsenyi die hoffnungslose, unsichere Lage des ungarischen Volks vor 1848 wach. Er beschrieb die notwendige Verschiedenheit zwischen den Gestalten von Sándor Petőfi und János Arany, zweier patriotistischen Intellektuellen, die sich gut ergänzten.  „Ein wahrer Demokrat hat keine Angst.” – begründete Prőhle die Tapferheit der Märzjugend. „Fürchtet Euch nicht” – erklang das sich darauf reimende Zitat aus dem Neuen Testament, das die Grundhaltung der Christen ist.

Leitende Konsulin Dr. Krisztina Németh las die feierliche Botschaft von Ministerpräsident Viktor Orbán an unsere Landsleute außerhalb der Grenzen vor.  Das feiernde Publikum aus etwa 150 Personen sang die Kossuth-Lieder zusammen.