ANTRAG AUF EIN AMTLICHES FÜHRUNGSZEUGNIS

 

INFORMATIONEN

zum Antrag auf ein amtliches Führungszeugnis

Wir informieren unsere verehrten Kunden darüber, dass in Deutschland – bei den zuständigen deutschen Behörden – die Möglichkeit besteht, ein europäisches Führungszeugnis zu beantragen, welches – im Fall eines ungarischen Staatsangehörigen – die deutschen Behörden nach Konsultation mit den ungarischen Behörden ausstellen. Daraus folgt, dass das europäische Führungszeugnis im Fall der Verwendung in Deutschland das ungarische Führungszeugnis ersetzt.

Informationen zum Antrag auf ein europäisches Führungszeugnis in Deutschland finden Sie hier.

 

Antrag auf ein amtliches Führungszeugnis im Generalkonsulat von Ungarn München

Der Antrag auf ein ungarisches amtliches Führungszeugnis kann im Generalkonsulat nur persönlich eingereicht werden.

Zum Antrag sind folgende Dokumente notwendig:

  • ausgefülltes Formular (Antrag)
  • gültiger Pass oder Personalausweis.

Für den Antrag auf ein ungarisches amtliches Führungszeugnis ist eine Terminvereinbarung notwendig, welche Sie im Terminvereinbarungssystem durchführen können. (Im Terminvereinbarungssystem müssen Sie unter dem 2. Punkt den Begriff „Certificate of good character” (auf Ungarisch: „Hatósági erkölcsi bizonyítvány) auswählen. Es ist sinnvoll, für die Terminvereinbarung eine Rückmeldung zu verlangen und die Email-Adresse anzugeben, sodass der Kunde nicht nur eine Bestätigung des Termins erhält, sondern auch das Generalkonsulat mit dem Kunden in Verbindung treten kann, wenn sich eine Veränderung in den Kundenverkehrszeiten ergibt.)

Die postalische Einreichung des Antrags ist nur in Ausnahmefällen (z. B. Festnahme, Krankenhausaufenthalt) möglich. In diesem Fall muss das ausgefüllte Formular mit einer von einem Notar beglaubigten Unterschrift versehen werden.

Das Verfahren nimmt voraussichtlich 6 – 8 Wochen in Anspruch.

Die Gebühr für das Verfahren beträgt 105,- EUR, welche auch die Beifügung einer Apostille* und eine deutsche Übersetzung beinhaltet.

 

Antrag auf ein amtliches Führungszeugnis in Ungarn

Informationen zur Beantragung eines amtlichen Führungszeugnisses in Ungarn finden Sie hier.

 

* In den Staaten, die das Abkommen zur Abschaffung der konsularischen oder diplomatischen Beglaubigung im Ausland verwendeter öffentlicher Urkunden (kurz: Apostille Abkommen) am 05. Oktober 1961 unterzeichnet haben, muss auf öffentliche Urkunden von einer von diesen Staaten ausgesuchten Behörde ein Apostille-Zeugnis eingeholt werden. Die Apostille ist ein formal und inhaltlich vereinheitlichtes Beglaubigungsformular, das von den ausgesuchten Behörden teilnehmender Staaten ausgestellt wird, und welches an das Dokument angefügt die diplomatische Beglaubigung der Auslandsvertretungen ersetzt. Eine Apostille, die im Ausland genutzt werden soll, kann zu von zentralen Staatsverwaltungsorganen, Organisationen mit Berechtigung zur Ausführung von Staatsverwaltungsaufgaben (közigazgatási hatósági jogkör gyakorlására feljogosított szervezetek), oder von Personen ausgestellten öffentliche Urkunden hinzugefügt werden, sie ist dazu berufen, die auf diesem Dokument befindliche Echtheit der Unterschriften und Stempel auszuweisen. In Ungarn (abhängig von der Art der öffentlichen Urkunde) stellen 3 Organe Apostillen aus, nämlich das Aussenwirtschafts- und Aussenministerium (auf Ungarisch: Külgazdasági és Külügyminisztérium), das Justizministerium (auf Ungarisch: Igazságügyi Minisztérium) und die Ungarische Landeskammer der Notare (auf Ungarisch: Magyar Országos Közjegyzői Kamara). Ausführliche Informationen im Zusammenhang mit der Beglaubigung durch eine Apostille können Sie auf der offiziellen Webseite des Hager Abkommens, auf folgendem Link nachlesen:

http://www.hcch.net/index_en.php?act=authorities.details&aid=324